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Königsdisziplin: die Versöhnung Teil 1

Es ist an der Zeit endlich Frieden zu schliessen. Frieden mit sich selbst!


Um mich im Aussen in einer friedvollen Umgebung bewegen zu können, muss ich erst einmal mit mir selbst Frieden schliessen. Dieser erste Schritt ist die Grundlage, um Versöhnung mit Personen oder Situationen überhaupt zuzulassen. Der Krux daran ist, dass ich mir grundlos heftige Schuldgefühle aufgebaut habe, weil ich zum Beispiel Personen oder Situationen falsch interpretiert oder ignoriert habe. Das ist aber menschlich. Wenn wir in einer Situation sind, die wir nicht mehr kontrollieren können, ziehen wir und unweigerlich zurück. Das Ignorieren löst so eine Kettenreaktion aus. Sich einfach nur„schlecht“ fühlen ist eines der ersten Anzeichen. Hinzu kommt das sich ewig drehende Gedankenkarusell und jede Menge Selbstzweifel.

 

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Je länger dieser Zustand andauert, umso mehr richtet sich alles gegen die eigene Person. Ich sehe mich selbst als Versager, Loser und Verlierer. Die ganze aufgestaute Wut wird sich nun gegen mich selbst richten. Ich beginne mich selbst zu hassen! Auf einmal passt mir überhaupt nichts mehr. Mein bis dato gelebtes Leben find ich scheisse, in meinem Umfeld habe ich sowieso nur Verräter, meine eigene Familie nutzt mich aus und mein Selbstbild zerbröckelt immer mehr. Es wird Tage geben, an denen ich mein eigenes Spiegelbild kaum ertragen kann.

 

Alles und jeder hat sich gegen mich verschworen! Der Kühlschrank geht ausgerechnet jetzt kaputt, dass Auto springt nicht an und Beziehungen gehen den Bach runter. Ich hasse mich dafür, weil ich nichts auf die Reihe bekomme. Je mehr dieser Selbsthass Raum in mir beansprucht, umso schwieriger wird es, einen Ausweg zu finden.

 

Anmerkung: Diese Ausweglosigkeit kann sich auch in Form von Autoaggression bemerkbar machen, hier braucht es dann dringend professionelle psychologische Unterstützung, um diesem Teufelskreis zu entkommen.

Was kann ich sonst noch tun?


Ich betone es immer wieder, geh in die Stille! Beginne die Kraft der Stille zu nutzen, um wieder zu lernen, deine Gedanken zu kontrollieren. Sinnvoll ist es sich anfänglich jeden Tag zur gleichen Zeit für ein paar Minuten mit der Stille zu verbinden. Nach einiger Zeit wird sich diese Vorgehen automatisieren und die Dauer wird sich von ganz alleine anpassen. Natürlich wird es Tage geben, wo absolut nichts funktionieren mag. Mach dir deswegen kein Stress, dein Unterbewusstsein weiss was es tut und was gut für dich ist. Ein gutes Zeichen für erste kleine Erfolge ist, wenn man beginnt die Medien auf ein minimum zu reduzieren, denn das verschafft uns mehr Lebenszeit die wir für unser inneres Wachstum einsetzten können.


Kommen wir zu unserem „Schatten“ der uns sogar bis auf die Toilette verfolgen kann. Dem Mobiltelefon. Es ist unbeschreiblich, was dieses kleine Teil, seit seiner Erfindung aus unserer Gesellschaft gemacht hat. Mein Tipp (eigene Erfahrung) hierzu lautet, den Umgang auf ein minimum zu reduzieren. Auch hier ist es nützlich mit sich selbst feste Nutzungszeiten zu vereinbaren. Wenn man in der Anfangsphase dem Umgang mit diese beiden „Lebenszeitdieben“nicht rigoros Einhalt gebietet, ist ein Scheitern vorprogramiert.


Fortsetzung folgt...

 

Foto von Drigo Diniz von Pexels

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