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Erstellen eines optimalen Feindbildes

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In meinen nennen wir es «die negativen Zeiten», habe ich irgendwann angefangen mich als Opfer einer Intrige zu sehen. Innerlich braute sich ein Sturm zusammen.

Je mehr ich mich gedanklich in der Vergangenheit aufhielt, um nach dem Auslöser für meine Misere zu suchen, desto schlimmer wurde es. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, das der ganze Bockmist nicht nur allein von mir kommen kann.

 

 

Je länger ich darüber nachgrübelte und Parallelen zog, umso leichter wurde es mir, wenn ich eine Person der «Mitschuld» bezichtigen konnte. Diese Szenarien in meinem Kopf nahmen ungeahnte Ausmasse an. Ich traute niemandem mehr und zog mich völlig zurück. Nun hatte ich noch mehr Zeit in meiner negativen Gedankenwelt nach Querverbindungen und weiss der Kuckuck was noch alles, zu suchen. Ich war mich sicher, die ganze Welt hat sich gegen mich verschworen.


Dass das natürlich völliger Quatsch ist, lernte ich erst viele Jahre später. Heute weiss ich, dass es durchaus sein kann, dass eine oder mehrere weitere Person/Personen irgendwie darin involviert sind. Und ich weiss auch, dass meine Reaktion auf eine verbale oder nonverbale Aktion der betreffenden Person, ganz allein auf meinen Mist gewachsen ist. Denn, eine innere negative Grundeinstellung wird zwangsläufig dazu führen, nur das man die ganze Situation anschaut als habe man Scheuklappen auf. Sich die Situation aus einer anderen Perspektive anzuschauen, völlig unmöglich. Das schlimmste ist, wenn es sich um Angehörige handelt. Irgendwie sind das die idealen Sündenböcke. Wenn man z. B. schon eine schwierige Kindheit hatte, wird es richtig kompliziert.


Keine schönen Erinnerungen- sie sind schuld!
Schulabbrüche und schlechte schulische Leistungen- sie sind schuld!
Falschen Beruf gewählt- sie sind schuld!
Finanzielle Probleme- sie sind schuld!
Falschen Partner gewählt- sie sind schuld!
Usw...


Für jedes Problem, Schicksal und Dilemma kann man einen Schuldigen finden. Man stellt sich oft die Frage, warum haben sie nicht geholfen, mich nicht unterstützt? Weil sie es schlicht und einfach nicht konnten! Auch sie haben einen Lebensweg vor sich, den es zu meistern gilt. Auch sie sollten/müssen lernen um die Aufgaben, die ihnen das Leben bereitstellt, zu meistern. Die einen können es, andere wiederum nicht. Ihre energetische Entwicklung stagniert. Das heisst dann auch, dass sie Menschen, die ein anderes energetisches Level haben nicht unterstützen können. Weil sie sie einfach nicht verstehen! Bildlich gesprochen ist es, so als würde ein Kindergartenkind mit einem Universitätsabsolventen interagieren. Das ist die wichtigste Erkenntnis, die eine Veränderung herbeiführt.


Fortsetzung folgt...

 

 

Foto von Rene Asmussen von Pexels

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