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Soziale Isolation

Derzeit der Alltag für Millionen von Menschen. Persönliche und soziale Kontakte sind auf ein Minimum reduziert, selbst in der eignen Familie. Das macht Angst. Menschen sind von Natur aus nicht gerne über einen längeren Zeitraum allein. Doch genau das ist für viele momentan leider die Realität. Wenn man nicht gelernt hat sich mit sich selbst «alleine» zu sein, kann Isolation krank machen.

 

Für Familien mit schulpflichtigen Kindern und der zusätzlichen Arbeit im Homeoffice wird diese Zeit zu einer enormen Belastungsprobe werden. Aber auch für viele Single, die ihre Unabhängigkeit der Gesellschaft gegenüber vielleicht willentlich gewählt haben, wird es problematisch werden.


Auch nach Lockerung des Lockdowns wird die Angst weiterhin bestehen bleiben. Die Angst vor der Ansteckung mit dem Virus wird weiterhin allgegenwärtig sein. Dieser Virus hat sich längst in unser Gedankensystem eingeschlichen und richtet schwerwiegende Schäden an, wenn man nichts dagegen unternimmt. Genau wie an einem PC, wenn man sich beim Surfen im Web einen Virus eingefangen hat. Mir ist aufgefallen, dass bei einem Virenbefall am PC sofort nach Lösungen gesucht wird, um den Schaden zu begrenzen. Es wird nachgeforscht, nach Updates gesucht oder der Support hinzugezogen.


Warum tun wir das nicht bei uns auch?
Warum nehmen wir die Situation einfach so hin?
Warum fallen wir in Schockstarre?
Warum warten wir bis andere etwas tun und uns eine Lösung gegen unsere derzeitigen Ängste präsentieren?


Eine Lösung ist oft immer nur für denjenigen der sie «erdacht» hat zu 100% umsetzbar. Denn es ist ja seine Lösung. Man kann natürlich von einer vorgegebenen Lösung profitieren, aber der Erfolg wird sich bei jedem Menschen immer anders einstellen. Daher ist es enorm vorteilhaft sich in der Zeit der Insolation so viel wie möglich mit sich selbst auseinanderzusetzen.


Diese Krisenzeit kann aber auch für viele ein Neuanfang werden. Ist über Jahre exzessiver ausgeübter Sport das, was ich wirklich wollte? Ist die Jagd nach Geld wirklich das Nonplusultra? Sind Statussymbole oder der Status allgemein wichtiger, als die eigene Persönlichkeit zu entdecken? Nach der Krise wir ein harter Kampf entbrennen. Geschäftsleute, die die Zeit einigermassen gut überstanden haben, werden die Werbetrommel in einem nie gekannten Ausmasse rühren. Sie werden suggerieren, was es jetzt alles braucht, um das Leben wieder in Schwung zu bringen. Natürlich braucht es die Wirtschaft, aber in einem gesunden Masse.


Die grösste Aufgabe wird sein nicht in veraltete Muster zurückzufallen. Eine Rückschau auf den bisherigen Lebensweg birgt viele Chancen, endlich aus dem Alltagstrott auszubrechen. Rückbesinnung heisst auch abwägen, ob das was ich bis zum Tag X als richtig und förderlich ansah, mich auch wirklich vorwärtsgebracht hat. Habe ich mich weiterentwickelt oder laufe ich meine Runden im Hamsterrad? Ist das, was ich hatte, wirklich das, was ich wollte? Habe ich meine Ziele erreicht? Meine Träume, habe ich sie verwirklicht? Meine Wünsche, konnte ich sie mir erfüllen? Das einstürzten «so manchen Kartenhauses», wird viele vor ungeahnte Probleme stellen. Doch die Jagd nach Geld, Ruhm und Macht sollte, der «Suche» nach der eigenen Individualität, weichen.


Was also tun? (Bildlich gesprochen)
Bleiben wir beim Beispiel anhand eines PC. Wenn man sich einen Virus eingefangen hat, gibt es einige Möglichkeiten. Wahrscheinlich wird man in erster Absicht ein Antivirus Programm laufen lassen, im besten Falle hilft dies auch. Man kann sich auch mit Leuten austauschen die sich damit auskennen, das macht aber nur Sinn, wenn man ein wenig Ahnung von der Materie hat. Es bringt nichts, einfach nur zu probieren, denn man kann so auch noch mehr Schaden anrichten. Den PC zu einem Fachmann bringen ist auch eine Möglichkeit, aber wir werden so nie verstehen, was genau jetzt das Problem war, denn es wurde ja für uns gelöst und bringt uns also nicht wirklich weiter. Es besteht aber auch die Möglichkeit eines kompletten Neustartes. Ob wir uns ein neues Gerät zulegen oder den Einbau einer neuen Festplatte in Auftrag geben, beides wird uns die Möglichkeit geben altes auszusortieren. Fast jeder verfügt über Backups seiner Daten. Jetzt hat man die Chance nur das auf die neue Festplatte zu laden, was man auch wirklich noch benötigt. Die unzähligen Dateileichen können so endlich aussortiert werden. Genau so kann man auch in seinem Leben aufräumen.


Ängste haben oft ihren Ursprung in der Kindheit. Kinder übernehmen die Ängste ihre Eltern ohne überhaupt zu wissen warum. Wenn zum Beispiel ein Elternteil panische Angst vor Hunden hat, weil er oder sie einmal eine Bissverletzung davon getragen hat, wird sich diese Angst unweigerlich auf das Kind übertragen. Obwohl das Kind bis dato absolut keine negativen Erfahrungen mit Hunden gemacht hat, wird das Programm „ Hunde sind Gefährlich“ auf die Festplatte geladen. So bekommen wir in unserer Kindheit unseren Datenspeicher mit unzählige Programm vollgemüllt. Solange wir Kinder sind, ist es fast unmöglich sich vor diesen Programmen zu schützen. Diese Programme laufen zwar, je älter wir werden, oft nur noch im Hintergrund aber sind immer noch aktiv. In einer Situation wir unser Verstand schon dafür sorgen, dass genau das sichtige Programm abgerufen wird. So ist es in der jetzigen Situation auch.


Der Verstand erstellt Verknüpfungen.


Krisenzeit – alles was wir je über Kriegszeiten gelesen, gelernt oder erfahren haben.
Einsamkeit – Depression, Krankheit, Verlust sozialer Kontakte,
Mangel- Einschränkungen und Entbehrungen
Panik – Unsicherheit, Existenzangst, Einschränkung der Selbstverwirklichung und der Persönlichkeitsrechte

 

 

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kleine Tipps:


1. Informiere dich über die derzeitige Situation nur noch  1-2-mal am Tag.

2. Kontakte mit Menschen die grosse Angst haben, wenn möglich meiden oder auf ein Minimum reduzieren!

3. Das Thema Corona in Gesprächen möglichst umgehen. Wenn dies nicht möglich ist, immer wieder versuchen, das Gesprächsthema in eine andere Richtung zu lenken.

 

 

Fortsetzung folgt...

 

 

Foto von cottonbro von Pexels

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